§ 37 Pflegegeld für selbstbeschaffte Pflegehilfen

 

  1. Pflegebedürftige können anstelle der häuslichen Pflegehilfe ein Pflegegeld beantragen. Der Anspruch setzt voraus, daß der Pflegebedürftige mit dem Pflegegeld dessen Umfang entsprechend die erforderliche Grundpflege und hauswirtschaftliche Versorgung in geeigneter Weise selbst sicherstellt.
    Das Pflegegeld beträgt je Kalendermonat:
    • für Pflegebedürftige des Pflegegrad  II   316 Euro,
    • für Pflegebedürftige desPflegegrad  III   545 Euro,
    • für Pflegebedürftige des Pflegegrad IV    728 Euro,
    • für Pflegebedürftige des Pflegegrad  V    901 Euro.
    • für Pflegebedürftige ,die früher keine Pflegestufe hatten, aber eine eingeschränkte Alltagtauglichkeit hatten bzw.haben, werden übergeleitet in Pflegegrad II > 316

  2. Besteht der Anspruch nach Absatz 1 nicht für den vollen Kalendermonat,z.B. im Todesfall, ist der Geldbetrag entsprechend zu kürzen; dabei ist der Kalendermonat mit 30 Tagen anzusetzen. Das Pflegegeld wird bis zum Ende des Kalendermonats geleistet, in dem der Pflegebedürftige gestorben ist.

  3. Pflegebedürftige, die Pflegegeld nach Absatz 1 beziehen, sind verpflichtet,
    • bei Pflegegrad II und III mindestens einmal halbjährlich,
    • bei Pflegegrad IV + V mindestens einmal vierteljährlich
      einenNachweis über einen Beratungseinsatz nach § 37 Abs. 3 SGB XI, durch eine Pflegeeinrichtung, mit der die Pflegekasse einen Versorgungsvertrag abgeschlossen hat, abzurufen.

    Die Pflegeeinsätze dienen der Sicherung der Qualität der häuslichen Pflege und der regelmäßigen Hilfestellung und Beratung der häuslich Pflegenden. Die Vergütung des Pflegeeinsatzes ist von der zuständigen Pflegekasse, bei privat Pflegeversicherten von dem zuständigen Versicherungsunternehmen, zu tragen.

    Sie beträgt in den Pflegegraden I bis III >23 Euro und in den Pflegegraden IV + V >33 Euro.

    Die Pflegedienste haben mit Einverständnis des Pflegebedürftigen der zuständigen Pflegekasse die bei dem Pflegeeinsatz gewonnenen Erkenntnisse zur Qualität der Pflegesituation und zur Notwendigkeit einer Verbesserung mit zuteilen. Die Spitzenverbände der Pflegekassen stellen ihnen für diese Mitteilung ein einheitliches Formular zur Verfügung; der Pflegebedürftige erhält vom Pflegedienst eine Durchschrift der Mitteilung.

    Ruft der Pflegebedürftige den Pflegeeinsatz nicht ab oder wird das Einverständnis nach Satz 4 nicht erteilt, hat die Pflegekasse das Pflegegeld angemessen zu kürzen und im Wiederholungsfall zu entziehen.